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Welche Rolle spielen Teichbakterien für einen gesunden Teich?



Wissensreihe: Teichbakterien

Erfahren Sie, warum Teichbakterien für das biologische Gleichgewicht, den Abbau organischer Stoffe und einen gesunden Teich unverzichtbar sind.


Im vorherigen Artikel haben Sie erfahren, was Teichbakterien sind und wo sie leben. Es ist jedoch noch nicht klar, warum diese mikroskopisch kleinen Organismen so wichtig für einen gesunden Teich sind.


Teichbakterien sind Tag und Nacht aktiv. Sie helfen beim Abbau organischer Stoffe, unterstützen natürliche biologische Prozesse und tragen zu einem stabilen biologischen Gleichgewicht bei. Ohne diese Bakterien würden sich Abfallprodukte ansammeln und das Ökosystem des Teichs zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten.


In diesem Artikel erfahren Sie genau, welche Rolle Teichbakterien spielen und warum sie für klares und gesundes Teichwasser unverzichtbar sind.


In diesem Artikel

  • Warum sind Teichbakterien wichtig?

  • Der Abbau von organischem Material

  • Die Verarbeitung von Abfallstoffen

  • Die Rolle von Bakterien im biologischen Gleichgewicht

  • Zusammenarbeit zwischen Bakterien, Pflanzen und der Teichumgebung

  • Was geschieht, wenn bakterielle Prozesse aus dem Gleichgewicht geraten?

  • Kurz zusammengefasst

  • BIOGRO Beratung


Warum sind Teichbakterien wichtig?

Auf den ersten Blick scheint ein Teich hauptsächlich aus Wasser, Pflanzen und Fischen zu bestehen. Doch unter der Wasseroberfläche verbirgt sich ein komplettes Ökosystem, in dem unzählige kleine Organismen zusammenwirken.


Die Bakterien im Teich sind ein wichtiger Bestandteil dieses Ökosystems. Sie beseitigen nicht nur Abfallstoffe, sondern sorgen dafür, dass Substanzen kontinuierlich abgebaut, umgewandelt und wiederverwendet werden. So bleiben die Nährstoffe im natürlichen Kreislauf des Teichs erhalten.


Dies ist notwendig, da täglich neue Stoffe ins Wasser gelangen. Fische scheiden Abfallprodukte aus, Pflanzen verlieren Blätter, und auch Nahrungsreste, Pollen und andere organische Materialien landen im Teich. Ohne Bakterien würden sich diese Rückstände immer weiter ansammeln.


Dabei erfüllt jede Bakteriengruppe ihre spezifische Aufgabe. Eine Gruppe ist vorwiegend für den Abbau organischer Stoffe zuständig, während andere Bakterien an der Verarbeitung gelöster Abfallprodukte beteiligt sind. Gemeinsam bilden sie die unsichtbare Grundlage für das biologische Gleichgewicht.


Abgefallene Blätter im Teichwasser dienen als organisches Material, das von Teichbakterien abgebaut wird.

Der Abbau von organischem Material

Blätter, abgestorbene Pflanzenteile, Nahrungsreste und Fischkot bestehen aus organischem Material. Ein Teil davon bleibt im Wasser suspendiert, während andere Reste auf den Teichgrund sinken.

Teichbakterien beginnen, dieses Material schrittweise abzubauen. Große und komplexe organische Substanzen werden in immer kleinere Verbindungen umgewandelt. Ein Teil davon dient wiederum als Nahrung für Bakterien, Pflanzen und andere Organismen im Teich.

Auf diese Weise werden Stoffe, die zuvor als Abfall im Wasser gelandet waren, wieder Teil des natürlichen Kreislaufs.


Die Menge an organischem Material variiert je nach Teich und Jahreszeit. Im Herbst fallen mehr Blätter ins Wasser. In einem Teich mit vielen Fischen gelangen mehr Exkremente und Futterreste hinein. Abgestorbene Algen und Pflanzenreste erhöhen ebenfalls die Menge an Material, die abgebaut werden muss.

Wenn mehr organisches Material eingebracht wird, als die Bakterien abbauen können, bleiben Rückstände zurück. Dadurch kann sich am Boden eine immer dickere Schlammschicht bilden. Zudem wird bei der Zersetzung Sauerstoff verbraucht. Folglich kann eine große Menge an verrottendem Material das Ökosystem zusätzlich belasten.


Bakterien verhindern zwar nicht die Entstehung von Schlamm, spielen aber eine wichtige Rolle bei dessen natürlicher Verarbeitung.



Kois an der Wasseroberfläche, wo Abfallprodukte durch die Kiemen ins Teichwasser gelangen.

Die Verarbeitung von Abfallstoffen

Nicht alle Abfallprodukte in einem Teich sind sichtbar. Fische scheiden stickstoffhaltige Abfallprodukte über ihre Kiemen und ihren Kot aus. Diese Substanzen werden auch beim Abbau von Nahrungsresten, Pflanzen und anderem organischen Material freigesetzt.

Bei diesem Prozess entstehen unter anderem Ammoniak und Ammonium. Insbesondere Ammoniak kann für Fische schädlich sein. Glücklicherweise gibt es Bakterien, die diese Abfallprodukte weiter abbauen.


Eine erste Bakteriengruppe wandelt Ammoniak und Ammonium in Nitrit um. Nitrit ist ebenfalls schädlich für Fische. Anschließend wandelt eine weitere Bakteriengruppe das Nitrit in Nitrat um. Diesen gesamten Prozess nennen wir Nitrifikation.


Nitrat ist weniger schädlich und kann teilweise von Wasserpflanzen aufgenommen werden. Dadurch gelangt auch dieses Abfallprodukt wieder in den natürlichen Kreislauf des Teichs.

Diese Umwandlung findet nicht nur in einem Teichfilter statt. Bakterien leben auf nahezu allen Unterwasseroberflächen: auf Pflanzenwurzeln, Steinen, Teichfolie, Bodenmaterial und kleinen organischen Partikeln. In einem Teich mit Filter bietet das Filtermaterial zudem reichlich zusätzlichen Lebensraum.


Ein Filter kann die bakterielle Verarbeitung unterstützen, ist aber keine Voraussetzung für biologische Aktivität. Selbst in einem natürlichen Teich ohne Filter verarbeiten Bakterien kontinuierlich organisches Material und Abfallprodukte.


Die Rolle von Bakterien im biologischen Gleichgewicht

Ein Teich ist nie völlig unveränderlich. Die Temperatur steigt und fällt, Pflanzen wachsen und sterben ab, und die Sonneneinstrahlung variiert je nach Jahreszeit. Regen, Fütterung, neue Fische und frisches Wasser verändern die Bedingungen ebenfalls.

Das biologische Gleichgewicht verschiebt sich mit all diesen Veränderungen.


Teichbakterien helfen dem Teich, darauf zu reagieren. Sie verarbeiten Abfallprodukte und organisches Material, bevor diese sich zu stark ansammeln können. Gleichzeitig stellen sie Substanzen bereit, die von Pflanzen und anderen Organismen wiederverwendet werden können.

Wenn die verschiedenen natürlichen Prozesse gut zusammenwirken, kann der Teich kleine Veränderungen selbstständig ausgleichen. So entsteht ein stabiles Ökosystem, in dem Abfallprodukte abgebaut werden und Nährstoffe kontinuierlich im Kreislauf zirkulieren.


Biologisches Gleichgewicht bedeutet nicht, dass das Wasser immer kristallklar ist oder dass keine Algen wachsen. Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen gehören zu einem natürlichen Teich. Wichtig ist, dass kein einzelnes Element über einen längeren Zeitraum die Oberhand gewinnt und das Ökosystem weiterhin Veränderungen verarbeiten kann.


Bakterien sind daher nicht der einzige Faktor, der das Gleichgewicht bestimmt. Sie sind jedoch ein unverzichtbares Glied im Ganzen.


Zusammenarbeit zwischen Bakterien, Pflanzen und Teichumgebung

Bakterien agieren nicht isoliert. Sie sind Teil eines lebenden Systems, in dem Pflanzen, Fische und andere Mikroorganismen sich ständig gegenseitig beeinflussen.

Wenn Bakterien organische Stoffe und Abfallprodukte zersetzen, werden Nährstoffe freigesetzt. Wasser- und Uferpflanzen können einen Teil davon über ihre Wurzeln aufnehmen und für ihr Wachstum nutzen.


Die Pflanzen wiederum bieten Lebensraum für Bakterien. Besonders im Wurzelbereich finden sich zahlreiche Oberflächen, auf denen sich Bakterien ansiedeln können. Steine, die Teichwand, der Teichgrund und andere Unterwasserstrukturen bilden ebenfalls einen geeigneten Lebensraum.

In einem Teich mit Filter wird das Filtermaterial hinzugefügt. Aufgrund der großen Oberfläche können sich dort viele Bakterien ansiedeln. Dennoch bleibt auch der Rest des Teichs biologisch aktiv. Filter und Teich bilden zusammen ein einziges Ökosystem.


Kein einzelner Bestandteil kann einen Teich allein im Gleichgewicht halten. Erst das Zusammenspiel von Bakterien, Pflanzen, Wasser, Boden und gegebenenfalls dem Filter gewährleistet, dass Stoffe kontinuierlich abgebaut, umgewandelt und wiederverwendet werden.


Was geschieht, wenn bakterielle Prozesse aus dem Gleichgewicht geraten?

Teichbakterien verschwinden normalerweise nicht über Nacht. Allerdings können sich die Bedingungen so verändern, dass sie vorübergehend nicht schnell genug wachsen oder nicht ausreichend aktiv sind, um alle Abfallstoffe abzubauen.


Dies geschieht beispielsweise im Frühjahr. Das Wasser erwärmt sich langsam, und die Bakterienaktivität hat noch nicht richtig begonnen. Gleichzeitig werden die Fische aktiver, nehmen mehr Nahrung auf und produzieren mehr Abfallprodukte.


Eine gründliche Reinigung, die vollständige Filterreinigung, viele neue Fische, Überfütterung, starker Regen oder ein großer Wasserwechsel können das bestehende Gleichgewicht stören. Zudem können Desinfektionsmittel nicht nur unerwünschte, sondern auch nützliche Bakterien reduzieren.


Wenn die biologischen Prozesse die Belastung nicht mehr bewältigen können, reichern sich organische Stoffe und Abfallprodukte schneller an. Es kann sich vermehrt Schlamm bilden, und für dessen Zersetzung wird zusätzlicher Sauerstoff benötigt. Auch der Ammoniak- und Nitritgehalt kann ansteigen. Trübes Wasser, ungewöhnliche Wasserwerte, eine zunehmende Schlammschicht oder verändertes Verhalten der Fische können Anzeichen für ein Ungleichgewicht im Teich sein. Solche Anzeichen können verschiedene Ursachen haben. Daher ist es wichtig, nicht nur das sichtbare Problem, sondern auch die zugrunde liegenden natürlichen Prozesse zu betrachten.


Fische in trübem, grünem Teichwasser als sichtbares Zeichen eines gestörten biologischen Gleichgewichts

Kurz zusammengefasst

Teichbakterien sind ein unverzichtbares Glied im Ökosystem Teich. Sie helfen beim Abbau organischer Stoffe, verarbeiten Abfallprodukte und sorgen dafür, dass Nährstoffe wiederverwendet werden können.


Das passiert in jedem Teich. Bakterien leben auf Pflanzenwurzeln, Steinen, den Teichwänden, dem Teichgrund und anderen Oberflächen unter Wasser. In einem Teich mit Filter finden sie zudem reichlich Lebensraum auf dem Filtermaterial.


Verschiedene Bakteriengruppen haben jeweils ihre eigene Aufgabe. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Abfallprodukte umgewandelt werden und organisches Material Teil des natürlichen Kreislaufs bleibt.


Wenn diese Prozesse gut aufeinander abgestimmt sind, kann der Teich Veränderungen besser abfedern und das biologische Gleichgewicht bleibt stabiler.


BIOGRO Beratung

Eine gesunde Bakterienpopulation benötigt gute Lebensbedingungen. Sorgen Sie für ausreichend Sauerstoff, vermeiden Sie zu viel Futter und entfernen Sie größere Mengen an Laub und anderem groben organischen Material, bevor diese sich am Boden ansammeln.


Reinigen Sie Teiche und Filter nicht vollständig. Reinigen Sie am besten nicht alles auf einmal, sondern spülen Sie das Filtermaterial mit Teichwasser ab. So bleibt ein Teil der vorhandenen Bakterienpopulation erhalten.


Die Rolle von Teichbakterien bei der Inbetriebnahme und Pflege

Nach dem Winter, einer gründlichen Reinigung, einem Wasserwechsel oder einer anderen bedeutenden Veränderung kann die Bakterienpopulation zusätzliche Unterstützung gebrauchen.


BIOGRO 1·2·3 wurde für die Initiierung und Wiederherstellung biologischer Prozesse im Teich entwickelt.


BIOGRO Balance+ unterstützt das bakterielle Gleichgewicht während der Teichsaison.





BIOGRO 123, BIOGRO Balance+ und BIOGRO Tabs zum Aufbau und Erhalt einer gesunden Bakterienpopulation im Teich.

Ein Bakterienprodukt ersetzt keine gute Teichpflege. Es unterstützt die natürlichen Prozesse, die gemeinsam ein stabiles biologisches Gleichgewicht gewährleisten.








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